Aktueller Holzmarkt

Rundholzverkauf ist Vertrauenssache und wir als Dienstleister bieten Ihnen genau die Leistungen, die Sie benötigen.

Unsere Leistungen im Überblick:

  • Beratung
  • Organisation und Betreuung Ihres Holzeinschlags
  • Holzvermarktung
  • Transparente und nachvollziehbare Abwicklung

Holzmarktbericht

Zenit bei den Schnittholzpreisen überschritten

Angetrieben durch die starke Nachfrage nach Rund- und Schnittholz, einem schadholzarmen Winter sowie einem kühlen Frühjahr ohne Käferproblemen erreichten die Rundholzpreise ein Niveau, von dem keiner zu träumen wagte.

Viele Waldbesitzer konnten diese Höchstpreise nicht nutzen, da das Forstschadensausgleichsgesetz im April in Kraft getreten ist – leider erst, nachdem sich der Markt selbst wieder eingependelt hatte.

Aktuell zeichnet sich im Export ein massiver Preisverfall beim Schnittholz ab (50-60% in den USA). Gleichzeitig werden an die Qualität der Hölzer höhere Maßstäbe gesetzt.

Für inländisches Bauholz zeichnet sich eine ähnliche Trendwende ab, die Nachfrage nach Bauholz geht zurück.

In unserem Nachbarland Österreich gab es keine Holzeinschlagsbeschränkung, so dass von dort auch viel Holz in die Sägewerke fließt. Das verstärkte Käferholzaufkommen im Frankenwald und in Thüringen hat dann den Sägewerken die Argumente geliefert, um geplante Preisrücknahmen durchzusetzen.

Die Schadholzmengen, die durch den Gewittersturm vom 28.07.2021 im Bereich Söchtenau, Halfing, Höslwang, Eggstätt bis Obing anfallen werden, fallen dabei kaum ins Gewicht.

Aussichten für den Rundholzmarkt

Sollte die Holzeinschlagsbeschränkung zum 01.10.2021 aufgehoben werden, ist bei den derzeit immer noch sehr guten Preisen mit einem hohen Holzeinschlag zu rechnen.

Je früher wir als WBV über geplante Holzeinschlagsmengen und Sortimente informiert sind, umso besser können wir Preise und Mengen bei den Sägewerken fixieren. Auch über die Vertragslaufzeit der zu erwartenden Holzmengen kann mit den Sägewerken besser verhandelt werden.

Ein frühzeitiger Informationsfluss in Richtung WBV-Geschäftsstelle oder -Holzvermittler zahlt sich daher für beabsichtigte Einschläge aus.

Nadelholz

Wenn Sie Holz einschlagen wollen oder eine Durchforstung planen, setzen Sie sich bitte frühzeitig mit Ihrem Holzvermittler in Verbindung, da der Holzmarkt derzeit sehr stark in Bewegung ist.

Hier erfahren Sie die tagesaktuellen Preise und die optimale Aushaltung für Ihr Holz.

 

 

Vorsicht!!!

Bundesverordnung über die Beschränkung des ordentlichen Holzeinschlags im Forstwirtschaftsjahr 2021

die Bundesverordnung über die Beschränkung des ordentlichen Holzeinschlags im Forstwirtschaftsjahr 2021 (HolzEinschlV2021) ist am 23.04.2021 in Kraft getreten. Sie gilt für das gesamte Forstwirtschaftsjahr 20/21, also rückwirkend vom 1.10.2020 bis zum 30.09.2021. Ziel der Bundesverordnung ist es, die Auswirkungen auf den Holzmarkt durch die seit 2018 angefallenen großen Schadholzmengen auszugleichen. Außerdem sollen die von den Kalamitäten betroffenen Waldbesitzer steuerlich entlastet werden.

Die Begrenzung betrifft nur den Frischholzeinschlag der Baumart Fichte. Andere Baumarten sowie Schadholz (Borkenkäfer, Windwurf, Schneebruch) dürfen weiterhin eingeschlagen werden.

Die Verordnung schließt auch Fichtenfrischholzhiebe für den Eigenbedarf ein!

 

Wollen Sie die gestiegenen Holzpreise in diesem Zeitraum nutzen, so ist vorweg folgende Frage zu klären:

Hatte ich in den Jahren 2013 – 2017 jährlich reguläre Fichtenholz-Einschläge?

– Ja: Gemäß der Verordnung wird der ordentliche Holzeinschlag bei Fichte vom 1.10.2020 bis zum 30.09.2021 auf 85% des durchschnittlichen Einschlags dieser Jahre beschränkt.

– Nein:           Sie gelten als aussetzender Betrieb. Es dürfen 4,25 fm/ha Waldfläche geschlagen werden. Für einen 20ha großen Betrieb wäre so beispielsweise eine Einschlagsmenge von 85 fm zulässig.

Kleinere aussetzende Betriebe ohne Buchführungspflicht, dürfen insgesamt 75 fm frisches Fichtenholz arbeiten.

Sollte unabhängig davon ein Waldbesitzer durch die Einschlagsbeschränkung von einer wirtschaftlich unbilligen Härte getroffen werden, die zum Beispiel zu einer Gefährdung der wirtschaftlichen Existenz eines Forstbetriebs führen kann, besteht die Möglichkeit, bei den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ausnahmeregelungen zu beantragen.

Weitere Informationen finden Sie in unseren Newslettern oder unter Forstschäden-Ausgleichsgesetz und HolzEinschlBeschrV2021 – StMELF (bayern.de)

Ordentliche Holzeinschläge des Forstwirtschaftsjahres 2021, die vor Inkrafttreten der Bundesverordnung (23.04.2021) erfolgt sind, sind auf den beschränkten Holzeinschlag des Forstwirtschaftsjahres 2021 bis zur Höhe der Beschränkung anzurechnen.

Die vorsätzliche oder fahrlässige Überschreitung der Einschlagsbeschränkung ist eine Ordnungswidrigkeit gemäß Forstschäden–Ausgleichsgesetz.

Ordentliche Holzeinschläge, welche die erlaubten Mengen überschreiten, bleiben für den Waldbesitzer ohne Folgen, soweit sie bis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung am 23.04.2021 erfolgt sind.

Überschreitungen nach Inkrafttreten der HolzEinschlBeschrV2021 können hingegen als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Außerdem ist das dann eingeschlagene Holz nach dem Holzhandelssicherungsgesetz als illegal geschlagen anzusehen und darf nicht in den Verkehr gebracht werden.

Fallbeispiele und Informationen zu steuerlichen Regelungen entnehmen Sie bitte unserem Newsletter „WBV-Aktuelles II-2021“

Holzexport

Noch vor einem halben Jahr hatten wir bundesweit ein massives Überangebot von kalamitätsbedingtem Rundholz auf dem Markt, welches nicht abgesetzt werden konnte. Dieses Überangebot hatte auch negative Konsequenzen auf die Regionen, die außerhalb der großen Schadgebiete lagen. Der „normale“ Holzmarkt war quasi  zusammengebrochen. Dass sich unser Holzmarkt so schnell erholt hat, ist auch dem Export zu verdanken.

Schon immer wurde ein Teil des Rund-und Schnittholzes, welches in Bayern anfällt und produziert wird, in andere Länder exportiert. Der Holzexport ist für den Waldbesitz und die Holzindustrie unverzichtbar.

Insbesondere bei hohen Kalamitätsholzanfällen ist der Export von Holz wichtig geworden. Ohne diesen Export hätten wir in Deutschland die letzten Jahre ein erhebliches „Kalamitätsholzentsorgungsproblem“ gehabt. Das Holz würde in unseren Wäldern „vergammeln“, durch die Holzatmung Kohlenstoff in die Atmosphäre abgeben und damit die CO2-Problematik verschärfen sowie ein zusätzliches Waldschutzproblem verursachen.

Hierzu einige Fakten:

– 171 Millionen m³ Kalamitätsholz sind alleine in den letzten drei Jahren in Deutschland angefallen.

– Der Fichteneinschlag nahm 2018 gegenüber 2017 aufgrund der Kalamitäten um     36,5 % zu.

– 2020 sind bundesweit rund 66,24 Mio. fm, davon 60,54 Mio. fm Nadelholz mit einem Schwerpunkt bei der Fichte, angefallen (Bayern knapp 8 Mio. fm, 7,5 Mio. fm davon Nadelholz). Der deutsche Fichtenholzeinschlag in einem „durchschnittlichen“ Normaljahr liegt bei rund 25 bis 30 Millionen m³. Das heißt, alleine im letzten Jahr ist das Doppelte hiervon an Nadelkalamitätsholz angefallen!

 

„Holz der kurzen Wege“

Das Ziel der WBV Rosenheim ist es, v.a. den regionalen Markt zu bedienen. Aus o.g. Gründen kann aber auch der internationale Absatz seine Berechtigung haben.

Laubholz

Generell gilt, Laubholz ist ein Saisonprodukt. Es darf nur außerhalb der Saftzeit, also vom Spätherbst bis zum ausgehenden Winter geschlagen werden. Die Käufer nehmen i.d.R. kein im Saft geschlagenes Holz ab!

Laubholzsammelverkauf (Submission)

Wie in den vergangenen Jahren bietet die Waldbesitzervereinigung Rosenheim Laubholz auf dem Holzlagerplatz bei Marienberg, Gemeinde Schechen, zum Verkauf an. Das gesamte Laubholz wird auf einen zentralen Platz gefahren und somit einem größeren Käuferkreis angeboten. Für den Sammelverkauf kann ab Spätherbst Holz angemeldet werden.

Kaufinteressenten haben dann die Möglichkeit schriftliche Angebote abzugeben (Submissionsverfahren). Den Zuschlag erhält das jeweilige Höchstgebot.

Die Holzlisten der Submission 2020/2021 finden Sie unter „Downloads“ auf unserer Homepage.

Laubholzverkauf ab Waldstraße

Neben der Submission haben Sie auch die Möglichkeit, Ihr Stammholz „ab Waldstraße“ verkaufen zu lassen. 

Es gilt: Je früher der Zeitpunkt der Vermarktung innerhalb der Saison (ab Spätherbst!), desto leichter ist Laubstammholz abzusetzen.

Vor Ort verkaufte Hölzer sollten so gelagert werden, dass sie gegebenenfalls auch länger liegen bleiben können. Die Abfuhr kann sich erfahrungsgemäß z.T. bis ins Frühjahr hinein ziehen.

Welche Baumarten wie zu vermarkten und wie abzulängen sind, besprechen Sie bitte mit Ihrem Holzvermittler.

Nutzen Sie unsere Dienstleistungs-und Vermarktungsangebote. Das Team der WBV steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Den für Sie zuständigen Ansprechpartner (Holzvermittler) finden Sie hier:

Zu den Holzvermittlern

Brennholz

1 Ster Brennholz hat die Maße 1m x 1m x 1m. Dies ist die Berechnungsgrundlage.
Beim Abschneiden auf Ofenlängen kommt es zu Maßverlusten!

Folgende Depots bieten Holz mit optimalem Brennwert:

Brennholzlieferanten
Anmeldung Brennholz Depot

Brennholzstammware

Haben Sie Interesse Brennholz als Stammware (meist 4m lang, ungespalten) zu kaufen, so wenden Sie sich an unsere Holzvermittler:

Zu den Holzvermittlern

Richtpreise

Folgende Richtpreise für ofenfertiges Brennholz sollen als Orientierung dienen und sind nicht verbindlich:
HolzartLänge 1 Ster Brennholz
ersetzt ca. Heizöl in ltr.
1m50cm33cm25cm
Buche /Ahorn/Eiche90 €95 €100 €105 €190
Nadelholz65 €70 €75 €80 €130
Sonstiges Laubholz gem.85 €90 €95 €100 €170

Maßeinheiten

Scheitholz wird in den unterschiedlichsten Verkaufsmaßen angeboten, wobei der Raummeter (Ster) am häufigsten verwendet wird.

Festmeter (fm): 1m x 1m x 1m reines Holz ohne Hohlräume
Raummeter (Ster): 1m x 1m x 1m lose geschichtetes Holz mit Hohlräumen (=Grundpreis)
Schüttraummeter (SRm): 1m x 1m x 1m lose geschüttetes Holz mit Hohlräumen

1 Festmeter (m³) = ca. 1,4 Raummeter (Ster) Scheitholz

Wird das Holz kleingeschnitten (33cm oder 25cm), und „ordentlich“ gestapelt entsteht durch die engere Schichtung ein Maßverlust. Gleiche Holzmenge benötigt weniger Raum. Man spricht von Stückholz.

1 Raummeter Stückholz 33cm = ca. 0,8 Raummeter (Ster)


1 Schüttraummeter Stückholz = ca. 0,7 Raummeter Scheitholz

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Informieren Sie sich in den einzelnen Infofeldern.

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