Aktueller Holzmarkt

Rundholzverkauf ist Vertrauenssache und wir als Dienstleister bieten Ihnen genau die Leistungen, die Sie benötigen.

Unsere Leistungen im Überblick:

  • Beratung
  • Organisation und Betreuung Ihres Holzeinschlags
  • Holzvermarktung
  • Transparente und nachvollziehbare Abwicklung

Holzmarkt

Einschlagsbeschränkung seit 01.10.2021 ausgelaufen

Getrieben von einer starken globalen Nachfrage nach Rund- und Schnittholz nahm auch der Rundholzpreis in den letzten Monaten an Fahrt auf. Leider konnten die Waldbesitzer in Deutschland durch die Einschlagsbeschränkung kaum von den höheren Rundholzpreisen profitieren. In Österreich gab es keinerlei Beschränkungen, so dass hier nach wie vor sehr viel Holz in die Sägewerke floss und weiterhin fließt.

Zusätzlich kommen per Zug nach wie vor große Schadholzmengen aus Nordbayern und Mitteldeutschland, somit sind die Sägewerke sehr gut bevorratet.

Der Zenit bei den Schnittholzpreisen ist überschritten. So mussten die Preise für Schnittholz für den Export in die USA, ausgehend von einem sehr hohen Niveau, Rückschläge von bis zu 50% hinnehmen.

Mit einem Anstieg des Rundholzpreises ist daher nicht zu rechnen, die Abschlüsse in Bayern für das 4. Quartal zeigen leichte Preisrückgänge beim Rundholz.

Wer also die immer noch relativ guten Rundholzpreise nutzen möchte, sollte nicht warten! Die weitere Preisentwicklung im Winter wird maßgeblich von der globalen Auftragslage in der Bauwirtschaft gesteuert und ist daher schwer vorhersehbar.

Je früher wir als WBV über geplante Holzeinschlagsmengen und Sortimente informiert sind, umso besser können wir Preise und Mengen bei den Sägewerken fixieren.

Ein frühzeitiger Informationsfluss in Richtung Holzvermittler oder WBV-Geschäftsstelle zahlt sich deshalb für geplante Holzeinschläge aus.

Die WBV steht Ihnen in Zusammenarbeit mit örtlichen Forstunternehmern und den AELF-Beratungsförstern gerne zur Seite. Auf Wunsch übernehmen wir auch die gesamte Abwicklung Ihres Holzeinschlages.

Nadelholz

Wenn Sie Holz einschlagen wollen oder eine Durchforstung planen, setzen Sie sich bitte frühzeitig mit Ihrem Holzvermittler in Verbindung, da der Holzmarkt derzeit sehr stark in Bewegung ist.

Bei Ihrem zuständigen Holzvermittler erfahren Sie die aktuellen Preise und die optimale Aushaltung für Ihr Holz.

 

 

Holzexport

Noch vor einem halben Jahr hatten wir bundesweit ein massives Überangebot von kalamitätsbedingtem Rundholz auf dem Markt, welches nicht abgesetzt werden konnte. Dieses Überangebot hatte auch negative Konsequenzen auf die Regionen, die außerhalb der großen Schadgebiete lagen. Der „normale“ Holzmarkt war quasi  zusammengebrochen. Dass sich unser Holzmarkt so schnell erholt hat, ist auch dem Export zu verdanken.

Schon immer wurde ein Teil des Rund-und Schnittholzes, welches in Bayern anfällt und produziert wird, in andere Länder exportiert. Der Holzexport ist für den Waldbesitz und die Holzindustrie unverzichtbar.

Insbesondere bei hohen Kalamitätsholzanfällen ist der Export von Holz wichtig geworden. Ohne diesen Export hätten wir in Deutschland die letzten Jahre ein erhebliches „Kalamitätsholzentsorgungsproblem“ gehabt. Das Holz würde in unseren Wäldern „vergammeln“, durch die Holzatmung Kohlenstoff in die Atmosphäre abgeben und damit die CO2-Problematik verschärfen sowie ein zusätzliches Waldschutzproblem verursachen.

Hierzu einige Fakten:

– 171 Millionen m³ Kalamitätsholz sind alleine in den letzten drei Jahren in Deutschland angefallen.

– Der Fichteneinschlag nahm 2018 gegenüber 2017 aufgrund der Kalamitäten um     36,5 % zu.

– 2020 sind bundesweit rund 66,24 Mio. fm, davon 60,54 Mio. fm Nadelholz mit einem Schwerpunkt bei der Fichte, angefallen (Bayern knapp 8 Mio. fm, 7,5 Mio. fm davon Nadelholz). Der deutsche Fichtenholzeinschlag in einem „durchschnittlichen“ Normaljahr liegt bei rund 25 bis 30 Millionen m³. Das heißt, alleine im letzten Jahr ist das Doppelte hiervon an Nadelkalamitätsholz angefallen!

 

„Holz der kurzen Wege“

Das Ziel der WBV Rosenheim ist es, v.a. den regionalen Markt zu bedienen. Aus o.g. Gründen kann aber auch der internationale Absatz seine Berechtigung haben.

Laubholz

Generell gilt, Laubholz ist ein Saisonprodukt. Es darf nur außerhalb der Saftzeit, also
vom Spätherbst bis zum ausgehenden Winter geschlagen werden. Die Käufer nehmen
i.d.R. kein im Saft geschlagenes Holz ab!

Laubholzsammelverkauf 2021/2022

Wie in den vergangenen Jahren wird die Waldbesitzervereinigung Rosenheim das
Laubholz auf dem Holzlagerplatz bei Marienberg, Gemeinde Schechen, zum Verkauf
anbieten.
Das gesamte Laubholz wird auf einen zentralen Platz gefahren und somit einem
größeren Käuferkreis angeboten. Kaufinteressenten haben die Möglichkeit, bis Anfang
Februar schriftliche Angebote abzugeben (Submissionsverfahren). Den Zuschlag erhält
das jeweilige Höchstgebot.
Einige wesentliche Erkenntnisse der letzten Veranstaltungen zur Bereitstellung
von Stammholz als Grundlage für den heurigen Laubholzverkauf:
Welche Qualitäten die angebotenen Stämme haben dürfen, hängt stark von der
Nachfrage der unterschiedlichen Baumarten ab. Grundsätzlich gilt aber immer:
Brennholz erzielt nur Brennholzpreise und soll deshalb nicht angeliefert werden!
Um eine geregelte Abwicklung zu gewährleisten, müssen die Stämme bei Ihrem
Holzvermittler rechtzeitig gemeldet werden. Dieser vermisst die Stämme, erstellt die
Holzlisten und kann Sie auch beim richtigen Ablängen beraten. Dazu müssen die
Stämme bereits gefällt und ausgeastet sein.
Der späteste Meldetermin ist der 17.12.2021

• Die Nachfrage nach Eiche ist immer noch sehr gut, auch C-Qualitäten.
• Auch für Obstbäume wie Kirsche, Zwetschge, Apfel oder Birne gibt es einige
Interessenten, Mindestmittendurchmesser bei Obstbäumen 30 cm.
• Ulme (auch abgestorben) erzielt i.d.R. gute Preise.
• Walnuss (ohne Wurzel) ist gesucht.
• Bei Bergahorn wird nach wie vor nur sehr gute Qualität höher bezahlt,
durchschnittliche Qualitäten finden schwerer einen Käufer.
(Mindestdurchmesser 40 cm)
• Schwarzerle wird ganz unterschiedlich nachgefragt. Deshalb nur gute Qualitäten
mit einem Mindestdurchmesser von 35 cm anbieten. Kein Graukern!
• Die Esche ist weiterhin unsere Problembaumart. Das Angebot ist viel größer als
die Nachfrage, d.h. der Preis ist je nach Qualität stark schwankend. Deshalb nur
außerordentlich gute Qualitäten (gerade und astfrei) bereitstellen, ein Braunkern
ist kein Ausschlusskriterium. Der Durchmesser sollte möglichst stark sein.
• Der Absatz an Buchenholz ist immer noch schleppend; nach Möglichkeit nur
A/B–Qualität (astfrei, gerade, kein Drehwuchs, wenig bis keinen Kern) anbieten.
(Mindestdurchmesser 50 cm)

Länge aller Baumarten: 3,0 m – 7,0 m, in 0,50 m-Stufen plus Zumaß mind. 20 cm.

In Ausnahmefällen sind auch abweichende Längen möglich (Obst, Exoten, Raritäten).
Das Holz muss an einer jederzeit LKW-befahrbaren Straße gelagert sein.
Mehraufwand durch nicht fachgerechte Lagerung (verstreut liegende Stämme oder
nicht mit LKW befahrbar) wird mit den derzeitigen LKW-Stundensätzen verrechnet und
bei der Verkaufsabrechnung in Abzug gebracht. Die Abfuhr erfolgt fortlaufend.

Laubholzverkauf ab Waldstraße

Neben der Submission haben Sie auch die Möglichkeit, Ihr Stammholz ab Waldstraße
verkaufen zu lassen. Diese Verkaufsart bietet sich in folgenden Fällen an:
Eschenholz wird derzeit aufgrund des Eschentriebsterbens vermehrt eingeschlagen.
Bei unserem aufwändigeren Laubholzsammelverkauf sind nur für Qualitätsstämme
höhere Preise zu erwarten. Für durchschnittliche bzw. schlechtere Qualitäten kann die
Vermarktung vor Ort die bessere Alternative sein. Gleiches gilt auch für die Hölzer, die
momentan nicht so gefragt sind, wie z.B. die Buche.
Wenn Sie den Zeitraum zur Meldung bei der Submission nicht einhalten können, kann
das anfallende Laubholz auch später noch vermarktet werden. Trotzdem gilt: Je früher
der Zeitpunkt der Vermarktung innerhalb der Saison, desto besser ist
Laubstammholz abzusetzen.
Bedenken Sie jedoch, dass vor Ort verkaufte Hölzer so gelagert werden sollten, dass
sie gegebenenfalls auch länger liegen bleiben können. Die Abfuhr kann sich
erfahrungsgemäß z.T. bis ins Frühjahr hineinziehen.
Welche Baumarten wie zu vermarkten und wie abzulängen sind, besprechen Sie
bitte mit Ihrem Holzvermittler.

Nutzen Sie unsere Dienstleistungs-und Vermarktungsangebote. Das Team der WBV steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Den für Sie zuständigen Ansprechpartner (Holzvermittler) finden Sie hier:

Zu den Holzvermittlern

Brennholz

1 Ster Brennholz hat die Maße 1m x 1m x 1m. Dies ist die Berechnungsgrundlage.
Beim Abschneiden auf Ofenlängen kommt es zu Maßverlusten!

Folgende Depots bieten Holz mit optimalem Brennwert:

Brennholzlieferanten
Anmeldung Brennholz Depot

Brennholzstammware

Haben Sie Interesse Brennholz als Stammware (meist 4m lang, ungespalten) zu kaufen, so wenden Sie sich an unsere Holzvermittler:

Zu den Holzvermittlern

Richtpreise

Folgende Richtpreise für ofenfertiges Brennholz sollen als Orientierung dienen und sind nicht verbindlich:
HolzartLänge 1 Ster Brennholz
ersetzt ca. Heizöl in ltr.
1m50cm33cm25cm
Buche /Ahorn/Eiche90 €95 €100 €105 €190
Nadelholz65 €70 €75 €80 €130
Sonstiges Laubholz gem.85 €90 €95 €100 €170

Maßeinheiten

Scheitholz wird in den unterschiedlichsten Verkaufsmaßen angeboten, wobei der Raummeter (Ster) am häufigsten verwendet wird.

Festmeter (fm): 1m x 1m x 1m reines Holz ohne Hohlräume
Raummeter (Ster): 1m x 1m x 1m lose geschichtetes Holz mit Hohlräumen (=Grundpreis)
Schüttraummeter (SRm): 1m x 1m x 1m lose geschüttetes Holz mit Hohlräumen

1 Festmeter (m³) = ca. 1,4 Raummeter (Ster) Scheitholz

Wird das Holz kleingeschnitten (33cm oder 25cm), und „ordentlich“ gestapelt entsteht durch die engere Schichtung ein Maßverlust. Gleiche Holzmenge benötigt weniger Raum. Man spricht von Stückholz.

1 Raummeter Stückholz 33cm = ca. 0,8 Raummeter (Ster)


1 Schüttraummeter Stückholz = ca. 0,7 Raummeter Scheitholz

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Informieren Sie sich in den einzelnen Infofeldern.

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