Aktueller Holzmarkt

Rundholzverkauf ist Vertrauenssache und wir als Dienstleister bieten Ihnen genau die Leistungen, die Sie benötigen.

Unsere Leistungen im Überblick:

  • Beratung
  • Organisation und Betreuung Ihres Holzeinschlags
  • Holzvermarktung
  • Transparente und nachvollziehbare Abwicklung

Holzmarktbericht

Rundholzversorgung bleibt angespannt – zu geringes Angebot vor allem im Norden, aber auch in Oberösterreich und Salzburg

Bedingt durch die günstige Witterung und die guten Holzpreise im Winter war die Sägeindustrie sehr gut mit Holz versorgt. Im ausgehenden Winter kam es sogar zu Kontingentierungen bei der Zufuhr.

Derzeit übt sich der (Klein-)Privatwald beim Holzeinschlag in Zurückhaltung. Der Fokus liegt zum einen auf der Landwirtschaft, zum anderen ist die Zurückhaltung der derzeitigen heißen und trockenen Witterung und dem Abwarten etwaiger Schäden durch den Borkenkäfer geschuldet.

Derzeit ist das Käferholzaufkommen im Landkreis noch gering, auch bei den umliegenden WBVen sind die anfallenden Mengen überschaubar.

Für die Sägeindustrie ist die derzeitige Lage schwierig. Die Holzversorgung – vor allem in Oberösterreich und im Salzburgischen – ist angespannt. Kleinere Sägewerke haben enorme Probleme, die derzeitigen Rundholzpreise in ihren Produkten umzusetzen.

Der Schnittholzpreis erholt sich zögerlich bzw. stagniert – eine Kostenkompensation durch anziehende Sägerestholz- und Pelletspreise ist durch die anfallenden geringen Mengen nur unbedeutend.

Die Säger sehen mehrheitlich skeptisch in die Zukunft. Gründe dafür sind die unsichere geopolitische Lage, die allgemeine Konjunkturschwäche, stagnierende bis wieder steigende Bauzinsen, relativ hohe Rundholzpreise sowie die unzureichende Versorgung bei gleichzeitig hohem Wettbewerbsdruck. Die Hoffnung auf Besserung beruht auf einer deutlichen Belebung im Hochbau durch weitere Deregulierung im Bausektor und Strategien für weitere Offensiven im Holzbausektor. Entscheidend ist auch, dass die Holzindustrie die gestiegenen Rohstoffkosten endlich im Verkauf ihrer Produkte realisieren kann.

Aufgrund der genannten Absatzschwierigkeiten nahmen die Sägewerke ihre Einschnittskapazitäten zurück und reduzierten, vor allem in Tirol, die Rundholzpreise um ca. 10 €/fm. Bei den Sägern aus Oberösterreich wurden die Holzpreise nur gering nach unten korrigiert.

Holzknappheit am Markt, derzeit keine Kalamitäten – bei allem Optimismus auf Seiten der Waldbesitzer, eine gewisse Vorsicht ist dennoch geboten. Die Pleite der Ziegler-Holding in der Oberpfalz vom letzten Jahr ist hier warnendes Beispiel.

Für eine verantwortungsvolle WBV gilt es deshalb auch, die Liquidität der Sägeindustrie im Auge zu behalten.

 

Fichten-/Tannen-Kurzholz (i.d.R. 4,10 m und 5,10 m):

Sehr gute Nachfrage, schnelle Abfuhr. Preisniveau zwischen 120 und 125 €/fm beim Leitsortiment Güte B/C, Stärke 2b+.

Bitte sprechen Sie vor der Aufarbeitung mit dem zuständigen Holzvermittler. Bei richtiger Aushaltung und Menge sind teilweise Zuschläge möglich.

Fichten-Langholz (i.d.R. 16-18 m zzgl. Zumaß):

Der Langholzmarkt ist derzeit ruhig. Erfahrungsgemäß steigt das Kaufinteresse nach der Sommerpause bei einzelnen Sägewerken wieder an. Bei Interesse bitten wir um kurzfristige Absprache mit Ihrem WBV-Holzvermittler.

Spanplatte, Industrieholz:

Bedingt durch die schlechten Schnittholzpreise versuchen viele Sägewerke, die derzeit schlechte Einnahmesituation durch den Verkauf von Pellets abzufedern.

Somit ist bei einem gleichzeitig geringen Rundholzangebot wenig Sägerestholz auf dem Markt, die Spanplattenwerke haben darauf mit steigenden Holzpreisen vor allem bei der Fichte reagiert. Beim Laubholz stagnieren bzw. fallen die Preise im moderaten Bereich.

Waldrestholz (Hackschnitzel):

Der Hackschnitzelmarkt ist nach wie vor aufnahmefähig, auch wenn große Mengen auf Lager gefahren werden.

 

Brennholz:

Die Nachfrage nach Brennholz ist je nach Gebiet unterschiedlich. Zur Orientierung finden Sie eine Liste mit Mindestpreisen für ofenfertiges Brennholz auf unserer Homepage unter https://wbv-rosenheim.de/holzmarkt

Aussichten:

Entscheidend für die Preisentwicklung sind die kommenden zwei Monate. Sollte das Käferholzaufkommen in dieser Zeit stark zunehmen, werden die Sägewerke mit Preisreduzierungen reagieren, einzelne Werke haben bereits jetzt den Käferholzabschlag um 5 € auf 25 €/fm erhöht. Derzeit besteht aber aufgrund des geringen Holzaufkommens die Hoffnung, dass zum 3. bzw. 4. Quartal die Rundholzpreise wieder anziehen.

 

Aufgrund der schwer einschätzbaren Holzmarktlage ist es umso wichtiger, die Preise und Aushaltungen rechtzeitig in der Geschäftsstelle oder bei Ihrem zuständigen Holzvermittler abzufragen und Mengen zeitnah anzumelden.

Michael Heffner, Geschäftsführer

 

Holzexport

Noch im Jahr 2020 hatten wir bundesweit ein massives Überangebot von kalamitätsbedingtem Rundholz auf dem Markt, welches nicht abgesetzt werden konnte.

Dieses Überangebot hatte auch negative Konsequenzen auf die Regionen, die außerhalb der großen Schadgebiete lagen. Der „normale“ Holzmarkt war quasi  zusammengebrochen. Dass sich unser Holzmarkt so schnell erholt hat, ist auch dem Export zu verdanken.

Schon immer wurde ein Teil des Rund-und Schnittholzes, welches in Bayern anfällt und produziert wird, in andere Länder exportiert. Der Holzexport ist für den Waldbesitz und die Holzindustrie unverzichtbar.

Insbesondere bei hohen Kalamitätsholzanfällen ist der Export von Holz wichtig geworden. Ohne diesen Export hätten wir in Deutschland die letzten Jahre ein erhebliches „Kalamitätsholzentsorgungsproblem“ gehabt. Das Holz würde in unseren Wäldern „vergammeln“, durch die Holzatmung Kohlenstoff in die Atmosphäre abgeben und damit die CO2-Problematik verschärfen sowie ein zusätzliches Waldschutzproblem verursachen.

 

„Holz der kurzen Wege“

Das Ziel der WBV Rosenheim ist es, v.a. den regionalen Markt zu bedienen. Aus o.g. Gründen kann aber auch der internationale Absatz seine Berechtigung haben.

Laubholz

Generell gilt, Laubholz ist ein Saisonprodukt. Es darf nur außerhalb der Saftzeit, also
vom Spätherbst bis zum ausgehenden Winter geschlagen werden. Die Käufer nehmen
i.d.R. kein im Saft geschlagenes Holz ab!

Laubholzverkauf ab Waldstraße

Neben der Submission haben Sie auch die Möglichkeit, Ihr Stammholz ab Waldstraße verkaufen zu lassen. Diese Verkaufsart bietet sich in folgenden Fällen an:
– Für durchschnittliche bzw. schlechtere Qualitäten kann die Vermarktung vor Ort die bessere Alternative sein. Gleiches gilt auch für die Hölzer, die momentan nicht so gefragt sind, wie z.B. die Buche.

-Wenn Sie den Zeitraum zur Meldung bei der Submission nicht einhalten können, kann das anfallende Laubholz auch später noch vermarktet werden. Trotzdem gilt: Je früher der Zeitpunkt der Vermarktung innerhalb der Saison, desto besser ist Laubstammholz abzusetzen.

Bitte bedenken Sie, dass vor Ort verkaufte Hölzer so gelagert werden sollten, dass sie gegebenenfalls auch länger liegen bleiben können. Die Abfuhr kann sich erfahrungsgemäß z.T. bis ins Frühjahr hineinziehen.
Welche Baumarten wie zu vermarkten und wie abzulängen sind, besprechen Sie bitte mit Ihrem Holzvermittler.

Michael Heffner, Geschäftsführer

Nutzen Sie unsere Dienstleistungs-und Vermarktungsangebote. Das Team der WBV steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Den für Sie zuständigen Ansprechpartner (Holzvermittler) finden Sie hier:

Brennholz

1 Ster Brennholz hat die Maße 1m x 1m x 1m. Dies ist die Berechnungsgrundlage.
Beim Abschneiden auf Ofenlängen kommt es zu Maßverlusten!

Folgende Depots bieten Holz mit optimalem Brennwert:

Brennholzstammware

Haben Sie Interesse Brennholz als Stammware (meist 4m lang, ungespalten) zu kaufen, so wenden Sie sich an unsere Holzvermittler:

Empfohlene Mindestpreise

Folgende Mindestpreise für ofenfertiges Brennholz sollen als Orientierung dienen und sind nicht verbindlich:
HolzartLänge 1 Ster Brennholz ersetzt ca. Heizöl in ltr.
1 m50 cm33 cm25 cm
Buche130 €140 €150 €160 €190
Eiche / Ahorn / Esche120 €130 €140 €150 €190
Sonst. Laubholz (z.B. Erle,Linde)100 €110 €120 €130 €170
Nadelholz90 €100 €110 €120 €130

Maßeinheiten

Scheitholz wird in den unterschiedlichsten Verkaufsmaßen angeboten, wobei der Raummeter (Ster) am häufigsten verwendet wird.

Festmeter (fm): 1m x 1m x 1m reines Holz ohne Hohlräume
Raummeter (Ster): 1m x 1m x 1m lose geschichtetes Holz mit Hohlräumen (=Grundpreis)
Schüttraummeter (SRm): 1m x 1m x 1m lose geschüttetes Holz mit Hohlräumen

1 Festmeter (m³) = ca. 1,4 Raummeter (Ster) Scheitholz

Wird das Holz kleingeschnitten (33cm oder 25cm), und „ordentlich“ gestapelt entsteht durch die engere Schichtung ein Maßverlust. Gleiche Holzmenge benötigt weniger Raum. Man spricht von Stückholz.

1 Raummeter Stückholz 33cm = ca. 0,8 Raummeter (Ster)


1 Schüttraummeter Stückholz = ca. 0,7 Raummeter Scheitholz

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