Aktueller Holzmarkt

Rundholzverkauf ist Vertrauenssache und wir als Dienstleister bieten Ihnen genau die Leistungen, die Sie benötigen.

Unsere Leistungen im Überblick:

  • Beratung
  • Organisation und Betreuung Ihres Holzeinschlags
  • Holzvermarktung
  • Transparente und nachvollziehbare Abwicklung

Nadelholz

Waren die Aussichten für das erste und zweite Quartal 2022 noch recht vielversprechend – mit hohem Investitionsvolumen bei den Sägewerken und hohen Einschnittkapazitäten, so sind die Prognosen…, für das dritte Quartal nicht mehr so positiv.

Stark rückläufige Auftragseingänge bei den Sägewerken und zunehmende Käferholzmengen aus Franken, Mitteldeutschland und Tirol drücken auf den Holzpreis. Ob und wie sich der Ukrainekrieg weiter auf die Baukonjunktur und damit auf den Schnittholzpreis auswirkt, lässt sich im Moment nicht sagen. Steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie die steigenden Bauzinsen verursachen einen zusätzlichen Rückgang bei den Bauaufträgen.

Kurzholz (Fixlängen i.d.R. 4,10 m und 5,10 m):

Bitte berücksichtigen Sie bei der Holzeinschlagsplanung, dass ab Juli die Preise bereits deutlich reduziert wurden. Sollte verstärkt Käferholz auf den Markt kommen, ist zudem mit höheren Abschlägen zu rechnen.

Langholz (Längen und Stärken nach Absprache):

Der Langholzmarkt ist gesättigt. Dies kann sich bei dem einen oder anderen Sägewerk in den nächsten Monaten durchaus ändern. Die Preise bewegen sich momentan auf konstantem Niveau. Holen Sie sich vor einem geplanten Einschlag Informationen bei den zuständigen Holzvermittlern oder in der Geschäftsstelle der WBV ein.

Papierholz, Hackschnitzel:

Die Nachfrage nach Papierholz ist gut, bei gleichbleibenden Preisen.

Der Hackschnitzelmarkt ist noch aufnahmefähig, die Preise jahreszeitlich bedingt stagnierend bis fallend.

Aussichten:

Die Nachfrage der Sägeindustrie aus Österreich nach Rundholz ist noch gut. Entscheidend für die weitere Preisentwicklung in Bayern ist sowohl das Schadholzaufkommen in den nächsten Monaten, als auch die Weltkonjunktur mit den drei großen Volkswirtschaften USA, Europa und China.

Wenn Sie Holz einschlagen wollen, eine Durchforstung planen oder Käferholz aufarbeiten müssen, setzen Sie sich frühzeitig mit Ihrem Holzvermittler in Verbindung, um die Aushaltung für Ihr Holz zu klären und somit eine optimale Vermarktung zu ermöglichen. 

Michael Heffner, Geschäftsführer

 

Holzexport

Noch im Jahr 2020 hatten wir bundesweit ein massives Überangebot von kalamitätsbedingtem Rundholz auf dem Markt, welches nicht abgesetzt werden konnte.

Dieses Überangebot hatte auch negative Konsequenzen auf die Regionen, die außerhalb der großen Schadgebiete lagen. Der „normale“ Holzmarkt war quasi  zusammengebrochen. Dass sich unser Holzmarkt so schnell erholt hat, ist auch dem Export zu verdanken.

Schon immer wurde ein Teil des Rund-und Schnittholzes, welches in Bayern anfällt und produziert wird, in andere Länder exportiert. Der Holzexport ist für den Waldbesitz und die Holzindustrie unverzichtbar.

Insbesondere bei hohen Kalamitätsholzanfällen ist der Export von Holz wichtig geworden. Ohne diesen Export hätten wir in Deutschland die letzten Jahre ein erhebliches „Kalamitätsholzentsorgungsproblem“ gehabt. Das Holz würde in unseren Wäldern „vergammeln“, durch die Holzatmung Kohlenstoff in die Atmosphäre abgeben und damit die CO2-Problematik verschärfen sowie ein zusätzliches Waldschutzproblem verursachen.

 

„Holz der kurzen Wege“

Das Ziel der WBV Rosenheim ist es, v.a. den regionalen Markt zu bedienen. Aus o.g. Gründen kann aber auch der internationale Absatz seine Berechtigung haben.

Laubholz

Generell gilt, Laubholz ist ein Saisonprodukt. Es darf nur außerhalb der Saftzeit, also
vom Spätherbst bis zum ausgehenden Winter geschlagen werden. Die Käufer nehmen
i.d.R. kein im Saft geschlagenes Holz ab!

Laubholzammelverkauf in Marienberg 2021/2022

Die Eiche wieder der Motor im Laubholzverkauf

Zum 14. Mal fand in diesem Jahr der Laubholzsammelverkauf statt, der von unserer WBV organisiert wurde.

Das gesamte Laubholz wurde auf einen zentralen Platz in Marienberg gefahren und somit einem größeren Käuferkreis angeboten. Die Kaufinteressenten hatten die Möglichkeit, bis Anfang Februar schriftliche Angebote jeweils für jeden einzelnen Stamm abzugeben (Submissionsverfahren). Den Zuschlag erhielt das jeweilige Höchstgebot.
Auch in diesem Jahr war unser Submissionsplatz wieder gut bestückt. Insgesamt 498 fm Laubholz wurden in diesem Winter auf unserem Laubholzplatz bereitgestellt! Die wesentlichen Erkenntnisse der Veranstaltungen der letzten Jahre wurden gut umgesetzt. Welche Qualitäten die angebotenen Stämme haben dürfen, hängt stark von der Nachfrage der unterschiedlichen Baumarten ab. Grundsätzlich gilt aber immer: Brennholz erzielt nur Brennholzpreise und soll deshalb nicht angeliefert werden!

Insgesamt 75 Bieter aus dem gesamten Bundesgebiet sowie dem benachbarten Österreich und Frankreich wurden angeschrieben, 31 Bieter gaben ihre Gebote ab, 28 der Interessenten konnten sich über einen Zuschlag der angebotenen 12 Baumarten freuen.

Die Braut der Submission

Der teuerste Stamm, die sogenannte Braut, war heuer eine Eiche: Der Stamm mit 3,17 fm erzielte den Spitzenpreis von 1274 €/fm. Der Käufer war hier ein Furnierwerk aus Unterfranken. Auch der zweitteuerste Stamm war dieses Jahr eine Eiche: Bei einem Stammvolumen von 3,48 fm konnte sich der Besitzer über einen hervorragenden Preis von 1140 €/fm freuen.

Allgemein war festzustellen, dass die sehr guten Qualitäten bei der Eiche, als auch bei der Esche, hervorragend bezahlt wurden.

Eine geriegelte Esche mit 3,2 fm erzielte bei dieser Baumart den Spitzenpreis von 669 €/fm.

Den Zuschlag für diesen besonderen Eschenstamm mit einer Länge von 5,0 m und einem Mitteldurchmesser von 91 cm o. R. erhielt ein Furnierwerk aus Lohr in Unterfranken.

Die Eiche und der Bergahorn sind mit 387 fm bzw. 41 fm Liefermenge die mengenmäßig bedeutsamsten Baumarten. Der Durchschnittserlös bei der Eiche ist mit 344 €/fm deutlich höher als im Vorjahr mit 250 €/fm. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Eichenholz ist weiterhin ungebrochen.

Der Spitzenstamm beim Bergahorn erlöste 915 €/fm, der Durchschnittserlös ist mit 280 €/fm deutlich niedriger als im Vorjahr mit 326 €/fm.

Einen hervorragenden Preis konnte auch ein Nußbaum von 2,9 m und einem Durchmesser von 72 cm o.R. erzielen. Das Höchstgebot betrug 898 €/fm.

Obwohl auf unserem Laubholzplatz sämtliche Qualitäten (A bis C) angeboten werden, lag der Durchnittserlös über alle Baumarten bei sehr guten 322 €/fm.

Besonders erfreulich ist das sehr hohe Vermarktungsprozent von 99,8 %. Nur 2 Kiefern mussten über den Nachverkauf vermarktet werden.

Die mittlerweile 14. Veranstaltung unseres Laubholzsammelverkaufs ist ein hervorragendes Beispiel für die Notwendigkeit von forstlichen Zusammenschlüssen.

Nur durch das gemeinsame Engagement und die enge Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern über viele Jahre ist es möglich, solche Veranstaltungen für die Präsentation und Vermarktung von Laubholz zu organisieren.

Das diesjährige Ergebnis verdeutlicht einmal mehr, dass sich die Zusammenarbeit mit unserer WBV lohnt, denn Holzverkauf ist Vertrauenssache !

Laubholzverkauf ab Waldstraße

Neben der Submission haben Sie auch die Möglichkeit, Ihr Stammholz ab Waldstraße
verkaufen zu lassen. Diese Verkaufsart bietet sich in folgenden Fällen an:
Eschenholz wird derzeit aufgrund des Eschentriebsterbens vermehrt eingeschlagen.
Bei unserem aufwändigeren Laubholzsammelverkauf sind nur für Qualitätsstämme
höhere Preise zu erwarten. Für durchschnittliche bzw. schlechtere Qualitäten kann die
Vermarktung vor Ort die bessere Alternative sein. Gleiches gilt auch für die Hölzer, die
momentan nicht so gefragt sind, wie z.B. die Buche.
Wenn Sie den Zeitraum zur Meldung bei der Submission nicht einhalten können, kann
das anfallende Laubholz auch später noch vermarktet werden. Trotzdem gilt: Je früher
der Zeitpunkt der Vermarktung innerhalb der Saison, desto besser ist
Laubstammholz abzusetzen.
Bedenken Sie jedoch, dass vor Ort verkaufte Hölzer so gelagert werden sollten, dass
sie gegebenenfalls auch länger liegen bleiben können. Die Abfuhr kann sich
erfahrungsgemäß z.T. bis ins Frühjahr hineinziehen.
Welche Baumarten wie zu vermarkten und wie abzulängen sind, besprechen Sie
bitte mit Ihrem Holzvermittler.

Nutzen Sie unsere Dienstleistungs-und Vermarktungsangebote. Das Team der WBV steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Den für Sie zuständigen Ansprechpartner (Holzvermittler) finden Sie hier:

Zu den Holzvermittlern

Brennholz

1 Ster Brennholz hat die Maße 1m x 1m x 1m. Dies ist die Berechnungsgrundlage.
Beim Abschneiden auf Ofenlängen kommt es zu Maßverlusten!

Folgende Depots bieten Holz mit optimalem Brennwert:

Brennholzlieferanten
Anmeldung Brennholz Depot

Brennholzstammware

Haben Sie Interesse Brennholz als Stammware (meist 4m lang, ungespalten) zu kaufen, so wenden Sie sich an unsere Holzvermittler:

Zu den Holzvermittlern

Richtpreise

Folgende Richtpreise für ofenfertiges Brennholz sollen als Orientierung dienen und sind nicht verbindlich:
HolzartLänge 1 Ster Brennholz
ersetzt ca. Heizöl in ltr.
1m50cm33cm25cm
Buche /Ahorn/Eiche/Esche110 €120 €130 €140 €190
Nadelholz80 €90 €100 €110 €130
Sonst. Weichlaubholz (z.B. Erle,Linde)90 €100 €110 €120 €170

Maßeinheiten

Scheitholz wird in den unterschiedlichsten Verkaufsmaßen angeboten, wobei der Raummeter (Ster) am häufigsten verwendet wird.

Festmeter (fm): 1m x 1m x 1m reines Holz ohne Hohlräume
Raummeter (Ster): 1m x 1m x 1m lose geschichtetes Holz mit Hohlräumen (=Grundpreis)
Schüttraummeter (SRm): 1m x 1m x 1m lose geschüttetes Holz mit Hohlräumen

1 Festmeter (m³) = ca. 1,4 Raummeter (Ster) Scheitholz

Wird das Holz kleingeschnitten (33cm oder 25cm), und „ordentlich“ gestapelt entsteht durch die engere Schichtung ein Maßverlust. Gleiche Holzmenge benötigt weniger Raum. Man spricht von Stückholz.

1 Raummeter Stückholz 33cm = ca. 0,8 Raummeter (Ster)


1 Schüttraummeter Stückholz = ca. 0,7 Raummeter Scheitholz

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Informieren Sie sich in den einzelnen Infofeldern.

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