Borkenkäfer-Gefahr!
WICHTIG: Über den Herbst/Winter das restliche Käferholz aufarbeiten
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Chronik der WBV

FichtenhochwaldIn der Nachkriegszeit zwischen 1949 und 1950 wurden in Rosenheim, im Landkreis Bad Aibling und im Chiemseegebiet Waldbesitzervereinigungen gegründet, unter anderem auch als Reaktion auf die drohende Verstaatlichung des Privatwaldes. Das Aufgabengebiet erstreckte sich vorerst auf Pflanzenbestellung, Papierholzverkauf und Beratung der Privatwaldbesitzer. Aufgrund der hohen Einschläge wurde die Sparkassenfunktion stark betont, was in den darauf folgenden Jahren zu einem hohen Anstieg der Holzvorräte führte.

Die Entwicklung der Motorsäge brachte eine grundlegende Änderung in den Arbeitsabläufen bei der Holzfällung. Der Arbeitskräfteschwund konnte so mit der Technik ausgeglichen werden. Die von der Industrie geforderten Mengen an entrindetem Faserholz veranlasste die WBV sog. "Schälhexen" zum Entrinden zu kaufen und die Gesamtorganisation zu übernehmen. Die WBV war für die Waldbauern mittlerweile ein wichtiger Partner geworden, der sie vor allem auch bei der Sortierung und dem Forstschutz durch Ankauf staatlich bezuschusster Hacker und durch regelmäßige Versammlungen unterstützte.

Veranlasst durch die gemeindliche Gebietsreform schlossen sich die drei WBV´s 1968 zur WBV Rosenheim - Bad Aibling e.V. mit einem Mitgliederstand von 1000 Waldbesitzern zusammen. Eine weitere Folge des Zusammenschlusses war die regelmäßige Herausgabe des Mitteilungsblattes und die Gründung von Obmannschaften.

Jungwuchs im FichtenwaldZunehmend wurde die Wald- und Wildfrage zum Schwerpunktthema, begleitet von neuartigen Walderkrankungen und dem Auftreten der Fichtenblattwespe.

Zur Versachlichung der Wildfrage trugen regelmäßig organisierte Führungen im Landkreis bei, zu denen auch Vertreter aus Politik und Verwaltung zugezogen wurden. Das in Zusammenarbeit mit der WBV errichtete sog. "Rosenheimer Modell" erwies sich als geeignetes Instrument, die Ziele für Wald und Wild umzusetzen.

Ein weiterer Fortschritt in der Holzvermarktung, die mittlerweile den größten Anteil der Arbeitsleistung der WBV ausmachte, war der Einsatz von Holzvermittlern und der Umstieg auf die EDV. Begleitend dazu wurde gezielt die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt, die vor allem die Holzwerbung unterstützte.

Langholzpolter im SchneeDie Stürme von 1990 brachten neue Aufgaben und forderten die WBV bis zur Leistungsgrenze. Es gelang, den Schadholzanfall ohne Einsatz von Chemie und mit Hilfe eines zwischenzeitlich eingerichteten Nassholzlagers vollständig zu vermarkten. Die Bedeutung des Holzes allgemein und insbesondere als Energieträger wurde in den kommenden Jahren in der Öffentlichkeit als Antwort auf verfallende Holzpreise und Absatzschwierigkeiten auf dem Papierholzmarkt in den Mittelpunkt gestellt. Diese Strategie wurde von zahlreichen Veranstaltungen begleitet.

Ein Höhepunkt war hier der 1995 vergebene Holzbaupreis, der die Verwendung einheimischen Holzes in Verbindung mit Holzhäusern im Landkreis prämierte. Die Forderung nach einem Studiengang "Holzbau für Architekten" an der Fachhochschule Rosenheim wurde deutlich und konnte mittlerweile eingerichtet werden.

Harvester im EinsatzMit dem Angebot von Waldpflegeverträgen wurde ein neuer Dienstleistungszweig eröffnet, der vor allem seine Interessenten im Kreis jener Waldbesitzer findet, die selbst keine Bewirtschaftungsmöglichkeiten für ihren Wald haben. Die Effektivität der WBV lässt sich insbesondere an der weiter steigenden Holzvermarktung erkennen. Die Diskussion um die Zertifizierung des Holzes wurde von der WBV sehr intensiv geführt. Die Werbung für die PEFC-Zertifizierung und die inzwischen vollständige Zertifizierung des organisierten Privatwaldes war ein wichtiges Ergebnis dieser Arbeit. Die WBV führt als 1. Vorsitzender Georg Höhensteiger .

 

Die Obmänner der WBV Rosenheim - Bad Aibling  
Die Obmänner der WBV Rosenheim - Bad Aibling